Kalkuttalauf

Schon ganz in der Früh zeichnet sich ab, dass das Wetter wunderbar wird: nicht zu heiß, nicht zu kalt, nicht zu nass, nicht zu windig. Ein nahezu perfekter Tag für unseren Kalkuttalauf!

 

Frau Wein, unsere neue „Kalkuttafrau“, die bereits mühelos in die Fußstapfen von Frau Zamzow gestiegen ist,  hat bereits alles mit viel Vorarbeit  zuverlässig organisiert und präpariert:  Absperrbänder sind angebracht,  Bänke stehen, Polizei und Rotes Kreuz sind vor Ort, ein verlockendes Kuchenbuffet ist aufgebaut und kein Wölkchen steht am Himmel. Herr Merkl hat die Vorbereitungen ganz in der Früh noch ergänzt, unser Banner aufgehängt, die Regenpfützen mit Sand gefüllt etc. und ist als „Mannvor Ort“ wichtiger Ansprechpartner für alles, was nicht gleich funktioniert.

 

Der Startschuss fällt um 9 Uhr und die Kinder laufen los. In verschiedenen Formationen, in ver-schiedenen Tempi, jeder auf seine Weise,  getreu dem Motto unserer Schule! Zwischen Schlendern und Sprinten ist alles dabei – und während man einige zu kleinen Pausen geradezu zwingen muss, ist das für andere der Dauermodus. Als um 10 Uhr das Kuchenbuffet eröffnet wird, stärken sich alle. Die meisten Kinder ziehen ihre Runden danach weiter und sammeln Stempel um Stempel. Als das Ende eingeläutet wird und viele schon ermattet am Rand stehen, gibt es immer noch gut trainierte Dritt-und Viertklassler, die sich ein paar letzte Runden erbetteln. Der Heimweg durch den Wald verläuft deutlich stiller als der Hinweg in der Früh.

 

In den nächsten Wochen werden die Gelder gesammelt.  Einige unserer Kinder haben bis zu 15 ver-schiedene Spender akquiriert und damit viel Geld eingelaufen, andere haben überaus großzügige Einzelspender aufgetan. Auch die kleinen Beträge sind Gold wert, denn alles summiert sich zu der schier unglaublichen Summe von 12.368 Euro! An dieser Stelle ein großes Danke-Schön an die Organisatoren – allen voran Frau Wein – an die Spender und natürlich an die Läufer!

 

Mit diesem Geld können wir wieder ein Jahr lang  viele Straßenkinder in Kalkutta von der Straße holen, ihnen warme Mahlzeiten, ärztliche Versorgung und Schulunterricht ermöglichen und ihnen damit eine Zukunft eröffnen, die sie ohne uns schlicht nicht hätten. Inzwischen gibt es etliche junge Frauen und Männer, die seit 15 Jahren von uns unterstützt werden und aufgrund ihrer gute Schul-bildung nun in die Berufstätigkeit wechseln und sich von unserer Unterstützung unabhängig ein eigenes, finanziell gesichertes Leben aufbauen konnten.

  

So bleibt die Achse Stockdorf-Kalkutta für viele Kinder dort eine lebensnotwendige, lebensverbessernde, zukunftstragende und damit wird auch der Himmel über Kalkutta ein Stück wolkenloser!

 

Katharina Luidl


Weitere Informationen über die Organisation Pradip, an die unsere Spendengelder fließen, erhalten Sie hier: 

Download
Informationsbrief Pradip.pdf
Adobe Acrobat Dokument 411.5 KB