Kalkuttalauf am 4.10.18

Es war wieder ein nahezu perfekter Tag für unseren Kalkuttalauf: trocken, viel Sonnenschein und  vor allem gemäßigte Temperaturen, was nach diesem Jahrhundertsommer nicht selbstverständlich war.

 

Frau Wein hat in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal alle Vorbereitungen zuverlässig organisiert und präpariert:  Absperrbänder sind angebracht,  Bänke stehen, Polizei und Rotes Kreuz sind vor Ort. Das Kuchenbuffet  fällt in diesem Jahr erstmals aus. Sich sportlich und ausdauernd zu betätigen und Kuchen essen, das passt nicht wirklich gut zusammen. Die Kinder haben ihre Brotzeit selber mitgebracht. Da sieht man viel Gesundes in den Brotboxen: belegte Vollkornbrote, viel Obst und auch Gemüse. Eine kleine Süßigkeit als Nervennahrung darf natürlich auch nicht fehlen. Aber alles eben in Maßen.

 

Um 9 Uhr starten die Kinder los. Die Motivation ist hoch. Viele laufen in Gruppen oder zu zweit. Jeder in seinem Tempo. Die Zeit vergeht schnell. Manche Kinder müssen daran erinnert werden, auch eine Pause einzulegen. Auch Frau Aufhauser hat sich unter die laufenden Kinder gemischt. "Endlich mal wieder Zeit zum Laufen!", sagt sie lachend und schon ist sie wieder um die nächste Kurve verschwunden.  Gegen 10 Uhr haben schon viele Kinder beachtlich viele Stempel auf dem Arm. Jetzt gilt es weiterzumachen. Neue Ziele werden gesetzt. Wie viele Runden werde ich dieses Jahr schaffen? Diese Gedanken schießen einigen Kindern durch den Kopf. Als es auf 11 Uhr zuläuft und das Ende in Sicht kommt, steigt die Motivation bei einigen wenigen nochmals. Ein paar gut trainierte Dritt-und Viertklassler erbetteln sich ein paar letzte Runden. Für einige Schüler ist der Lauf ein Hinauswachsen über ihre Grenzen. Nie hätten sie sich das zugetraut, so lange zu laufen. Schule kann neue Möglichkeiten eröffnen.

 

In diesem Jahr haben unsere Schülerinnen und Schüler die Summe von Euro

 

 12.376 Euro

 

erlaufen. An dieser Stelle ein großes Danke-Schön an alle Organisatoren, an die Spender und natürlich an die Läufer!

 

 

Mit diesem Geld können wir wieder ein Jahr lang  viele Straßenkinder in Kalkutta von der Straße holen, ihnen warme Mahlzeiten, ärztliche Versorgung und Schulunterricht ermöglichen und ihnen damit eine Zukunft eröffnen, die sie ohne uns schlicht nicht hätten. Inzwischen gibt es etliche junge Frauen und Männer, die seit vielen Jahren von uns unterstützt werden und aufgrund ihrer gute Schulbildung nun in die Berufstätigkeit wechseln und sich von unserer Unterstützung unabhängig ein eigenes, finanziell gesichertes Leben aufbauen konnten.

 

Bettina Lang